Gebäudebrand in Stollhofen

Gebäudebrand in Stollhofen

Kurz vor Mitternacht am Donnerstag, den 28.03.2019 wurden die Abteilungen Stollhofen und Söllingen zu einer Rauchentwicklung in einer ehemaligen Gaststätte in die Rastatter Straße in Stollhofen alarmiert. Bei Ankunft der ersten Rettungskräfte stieg bereits starker Rauch auf und erster Feuerschein war zu sehen, weshalb die Führungskräfte vor Ort sofort das Alarmstichwort erhöhten. Daraufhin wurde die beiden Abteilungen Schwarzach und Greffern ebenfalls nachalarmiert.

Fünf Bewohner, die sich wohl zur Übernachtung in dem Gebäude aufhielten konnten sich bereits selbst retten bevor die Feuerwehr eintraf. Nach etwas Verständnis- weil Sprachschwierigkeit kam man letztlich zur Erkenntnis das sich wohl keine weiteren Personen im Gebäude befanden. Kurz bevor die ersten Einsatzkräfte zum Innenangriff übergehen wollten gab es eine Durchzündung und die Flammen schlugen aus der Eingangstür und den daneben liegenden Fenstern. Durch den Einsatz von drei Atemschutztrupps im Innenangriff konnte man dem Brand im Gastraum der ehemaligen Gaststätte schnell Herr werden.

Allerdings war im Gebäude schon eine massive Hitze entstanden, welche sich über das Treppenhaus ins Dachgeschoss ausbreitete. Kurz darauf schlug das Dach in nahezu voller Breite durch. Mit der Drehleiter aus Rheinmünster begann man sofort das Dach von außen zu öffnen und abzulöschen. Zur Sicherheit der Angriffstrupps mussten diese zuvor das Gebäude verlassen, da die Tragfähigkeit der Decken in Frage stand. Um den Brand auch auf der südlichen Dachseite bekämpfen zu können wurde die Drehleiter der Feuerwehr Bühl hinzugezogen.

Aufgrund der enormen Brandlast im Gebäude und speziell im 2. Obergeschoss war eine gezielte Brandbekämpfung über die Drehleitern nicht mehr effektiv. Daraufhin wurde ein weiterer Innenangriff in die Wege geleitet. Da die Decken und Fußböden stark in Mittleidenschaft gezogen waren wurden durch den örtlichen Bauhof Baudielen herbei geschafft. Diese wurden im 2. OG auf die noch tragfähigen Balken gelegt um sich dort sicher bewegen zu können. Mit zwei Atemschutztrupps wurde begonnen Brandschutt aus dem Obergeschoss zu befördern und Glutnester abzulöschen. Da dies eine enorme Belastung für die Einsatzkräfte darstellt und sich diese bereits mehrere Stunden im Einsatz befanden gingen langsam die Ressourcen an Einsatzkräften und Atemschutzmaterial zu Ende, woraufhin gegen 03:30 Uhr die Feuerwehr Lichtenau zur Unterstützung nachalarmiert wurde. Dank der Unterstützung des angrenzenden KFZ-Meisterbetriebs Opel-Müller konnte eine dortige Werkstatthalle als Aufenthalts- und Verpflegungsort genutzt werden. Für die notwendige Verpflegung sorgte die Ortsgruppe des DRK.

Gegen 5 Uhr morgens war der Brand gelöscht und es mussten nur noch hin und wieder einige Glutnester abgelöscht werden. Die Abteilung Söllingen und die FF Lichtenau, sowie Bühl konnten aus dem Einsatz heraus gelöst werden. Gegen 06:30 Uhr konnte die L75 wieder halbseitig für den Verkehr frei gegeben werden. Die Abteilungen Schwarzach und Greffern wurden ebenfalls abgezogen und begannen ihre Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. Das LF der Abteilung Stollhofen und der ELW blieben bis 10 Uhr zur Brandsicherheitswache vor Ort um das Gebäude regelmäßig auf Glutnester oder aufflammende Stellen zu kontrollieren. Um 11 Uhr konnte dann auch die Abteilung Stollhofen wieder volle Einsatzbereitschaft vermelden.

Die Feuerwehr Rheinmünster war mit 11 Fahrzeugen und etwa 60 Einsatzkräften im Einsatz.

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